06/2011

Eine Halle für alle!

Bruchmühlener Mehrzweckhalle eingeweiht

Über eine neue Mehrzweckhalle viele Worte zu verlieren ist das eine. Das andere aber ist es, sie von Anfang mit Leben zu füllen.

So geschehen bei der offiziellen Einweih­ung der neuen Zweifachturn­halle an der Bruchmühlener Grundschule. Alle Schülerinnen und Schüler aus dem Grundschulverbund liefen und tanzten in bunte T-Shirts gekleidet durch die Halle. Bildeten Kreise, trennten sich, fanden sich wieder. Und zeigten so, was die schicke Halle in den kommenden Jahren sein wird: Ein Treffpunkt für jedermann, ein neuer Mittelpunkt im Gemeindeleben. 

„Diese Halle bietet vielfältige Möglichkeiten“, erläuterte dann auch ein sichtlich stolzer Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer, der darauf verwies, dass hier „Bildung, Sport, Schule und Kultur Platz finden“. Auf der prall gefüllten Tribüne staunten Eltern, Großeltern, Ehrengäste und Anwohner nicht schlecht, als das „Feuerwerk der Sportarten“ gestartet wurde. Ganz gleich ob Hockey oder Fußball, Tischtennis oder Karate, die sportliche Vielfalt scheint in der Wiehengemeinde wirklich keine Grenzen zu kennen. Auch der Handballsport war vertreten – und wird zukünftig in der Halle ein neues Zuhause finden. Notwendig gemacht hat den Bau die eingehende Analyse der Sportstättensituation in Rödinghausen. Doch die Halle ist mehr als eine Sporthalle. „Wir haben ein gesamtheitliches Konzept gesucht“, erklärte Stefan Bäunker vom verantwortlich zeichnenden Planungs- und Architekturbüro Bäunker & Cawalla. Der Eingang wurde so platziert, dass er Schule und Halle miteinander verbindet. Und so in ihm ein Raum entsteht, der für Kleinkunst, für Vor­träge genutzt werden kann. „Wir nennen das hier das offene Konzept. 

Bei uns gibt es keine dunklen, sondern nur kurze Wege. Hier kann überall rein- und rausgeschaut werden“, erläuterte der Diplom-Ingenieur die offene Bauweise. Nicht nur Stefan Bäunker, sondern auch Ernst-Wilhelm Vortmeyer hoben die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Planern und Handwerkern hervor. Die sei ausgezeichnet gewesen – und spiegele sich auch in der kurzen Bauzeit. „Eigentlich wollten wir erst im August Eröffnung feiern, jetzt ist es doch früher geworden“, wunderte sich Stefan Bäunker über ein doch sehr seltenes Phänomen beim Bau eines öffentlichen Gebäudes. Ebenso erstaunlich zeigt sich die finanzielle Entwicklung. „Unser Budget beläuft sich auf 2,55 Millionen Euro. Und auch wenn wir derzeit noch nicht die Abschlussrechnung erstellt haben, so zeichnet sich doch ab, dass wir diesen Wert erreichen. Oder sogar etwas darunter liegen“, konnte der Bürgermeister unter großem Beifall berichten. 

Mit der nun eingeweihten Halle investiert Rödinghausen in die Zukunft. Dabei sei der Wunsch nach einer solchen Sportstätte schon sehr alt gewesen, so Vortmeyer. Umso erfreulicher, dass er nun erfüllt werden konnte. Dies vor allem durch heimische Beteiligte. Ob bei Planung, Projektsteuerung und der handwerklichen Umsetzung; überall, wo dies im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben möglich war, packten heimische Betriebe mit an. Auch das ein Umstand, der viel Beifall fand und nicht nur von Ernst-Wilhelm Vortmeyer als „großer Wurf“ bezeichnet wurde. Hervorzuheben ist auch das regenerative Energiekonzept der Halle, die Firma Ballerina Küchen, die für die Küchenausstattung sorgte, das Unternehmen Lodder, das die günstige Einrichtung eines Spülautomaten ermöglichte. So wurde die kurzweilige Feierstunde erst zu einer Dankesrede, ehe die Kinder und Sportler wieder das Kommando übernahmen. Schulleiter Wolfgang Baeumer konnte sich so bei all seinen Schülern bedanken, die bereits an diesem ersten Tag zeigten, mit wie viel Leben die neue Mehrzweckhalle in den kommenden Tagen und Jahren gefüllt wird. Wie sich dies anhören wird, verdeutlichte Stefan Bäunker griffig: „Das Bohren und Hämmern der vergangenen Wochen und Monate ist jetzt dem Jubel der Kinder gewichen.“