08/2011

Rödinghausen im Über-Blick

Ballonfahrt über die Gemeinde

Das Abheben ist ganz einfach. Am Hebel ziehen, eine orange-gelbe Flamme faucht in die Ballonhülle und schon kann die Fahrt über die Wiehengemeinde im Heißluftballon beginnen.

Geeignete Startplätze gibt es in der Wiehengemeinde jede Menge. Zumindest dann, wenn der Ballon so klein wie der von uns genutzte ist. Das Ballonteam Kirchlengern stellt ein Modell mitsamt Pilot zur Verfügung, das gerade einmal zwei Menschen in seinem Korb aufnehmen kann. So sind Hülle und Korb so kompakt gebaut, dass sie in einen kleinen Anhänger passen. Und sich auf der kleinsten Wiese aufbauen lassen. Der Ventilator treibt die warme Luft in die Hülle, die ersten Neugierigen kommen vorbei, als sich die Hülle langsam aufbläht und so den Korb aufrichtet. Schnell noch ein paar Stöße mit dem Brenner ins Balloninnere, dann schnell in den Korb gesprungen, Reißleine gezogen und das luftige Abenteuer kann beginnen. Der Wind schiebt uns nur langsam über die Gemeinde, Bauernhöfe liegen ruhig unter uns, Hofhunde bellen uns aufgeregt hinterher. Hasen hoppeln, vom Ballonschatten aufgescheucht, über frisch eingesäte Felder, Radfahrer bremsen kurz, schauen neugierig nach oben und winken dann herüber. Wir lassen den Ortskern Rödinghausens rechts liegen, fahren über Schwenningdorf, schauen rüber nach Ost- und Westkilver. Freibad, Kirche, Wohnhäuser ziehen unter uns her, Kinderlachen dringt zu uns hoch. Durch die geschickte Wahl der Flughöhe bleibt die Richtung konstant, führt der Wind Regie und bringt uns weiter über das Rödinghauser Land. Immer parallel zum Wiehengebirge geht es weiter gen Westen, die Gemeinde- und damit die Landesgrenze kommt in Sicht, Markendorf liegt unter uns, die Sandgrube schauen wir uns aus nächster Nähe an, gleiten knapp über sie hinweg, ehe wir Ausschau nach einem geeigneten Landeplatz halten. Eine ungemähte Wiese tut sich vor uns auf, ein letztes Fauchen des Brenners, dann festhalten, sanft landen und das Abenteuer Ballonfahrt ist zu Ende – für heute.