02/2013

Einblick für Neugierige

Gesamtschule öffnet Türen für Viertklässler

Eine Maus hatte Naila Czechowske noch nie in den Händen gehalten, bevor sie zur Gesamtschule Rödinghausen gekommen war. „Dabei ist das eigentlich gar nichts Schlimmes, es kitzelt nur ein wenig“, erzählt die Fünftklässlerin den neugierigen Kindern, die am Tag der offenen Tür um den Tisch mit dem Mäuseklettergerüst stehen. Ein Griff, und die schwarzweiß gefleckte Maus sitzt auf der Handfläche von Naila und schaut neugierig ins Rund auf die Kinder, die mit ihren Eltern hierher gekommen sind, um sich einen Eindruck von der weiterführenden Schule zu verschaffen. „Wir sind von der Resonanz wirklich sehr positiv überrascht“, sagt dann auch der neue Schulleiter Andreas Hille­brand, der gleich zu Beginn des Tages der offenen Tür fünf Gruppen parallel auf Entdeckungstour durch die Schule schicken konnte. Hier wartete auf die Eltern und Kinder im Musikraum ein Klangerlebnis, bei dem das Motto unterstrichen wurde, das die Schule kennzeichnet. „Wir wollen uns hier nicht nur präsentieren, sondern vor allem zum Mitmachen anregen.“ Also griff sich jedes Kind, jedes Elternteil Rassel, Triangel oder Trommel und ließ sich in ein kleines Percussionorchester einordnen, sich den Takt vorgeben, um dann mutig draufloszumusizieren.   

Eine Maus hatte Naila Czechowske noch nie in den Händen gehalten, bevor sie zur Gesamtschule Rödinghausen gekommen war. „Dabei ist das eigentlich gar nichts Schlimmes, es kitzelt nur ein wenig“, erzählt die Fünftklässlerin den neugierigen Kindern, die am Tag der offenen Tür um den Tisch mit dem Mäuseklettergerüst stehen. Ein Griff, und die schwarzweiß gefleckte Maus sitzt auf der Handfläche von Naila und schaut neugierig ins Rund auf die Kinder, die mit ihren Eltern hierher gekommen sind, um sich einen Eindruck von der weiterführenden Schule zu verschaffen. „Wir sind von der Resonanz wirklich sehr positiv überrascht“, sagt dann auch der neue Schulleiter Andreas Hille­brand, der gleich zu Beginn des Tages der offenen Tür fünf Gruppen parallel auf Entdeckungstour durch die Schule schicken konnte. Hier wartete auf die Eltern und Kinder im Musikraum ein Klangerlebnis, bei dem das Motto unterstrichen wurde, das die Schule kennzeichnet. „Wir wollen uns hier nicht nur präsentieren, sondern vor allem zum Mitmachen anregen.“ Also griff sich jedes Kind, jedes Elternteil Rassel, Triangel oder Trommel und ließ sich in ein kleines Percussionorchester einordnen, sich den Takt vorgeben, um dann mutig draufloszumusizieren.   

In der Chemie, ein Stockwerk höher, das gleiche Bild, auch hier warteten junge Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule darauf, ihren potentiellen Mitschülern zu erklären, was genau sie im Unterricht machen, wie hier Praxis und Theorie perfekt miteinander verbunden werden. Eine, die nicht mehr lange überlegen muss, für welche Schule sie sich denn entscheiden will, ist Jael Schaub. Die blickt in der Biologiesammlung neugierig durch ein Mikroskop und weiß, dass sie in einem halben Jahr hier nicht nur die Schulbank drücken, sondern auf Entdeckungstour gehen wird. „Ich finde hier alles sehr spannend“, sagt die, deren Bruder schon zur Gesamtschule geht. „Wir sind mit der Arbeit, dem Angebot hier sehr zufrieden“, sagt dann auch der Vater, der sich noch von einem anderen Argument leiten ließ. „Hier haben die Kinder noch 13 Jahre Zeit für ihr Abitur – und das halte ich für genau richtig“, so seine Meinung, mit der er schon lange nicht mehr alleine ist. Kein Wunder also, dass Andreas Hillebrand mit zahlreichen Anmeldungen rechnet. Und schon jetzt weiß, wie er damit umgehen wird. „Wir haben exakt 120 Plätze zu vergeben – und suchen dafür die perfekte Mischung“, erzählt der Schulleiter, während ein paar Meter weiter Computerprogramme ausprobiert und mathematische Grundformeln anhand von Spielaufbauten erklärt werden. Die perfekte Mischung sehe so aus, dass eine Schulklasse zu je einem Drittel aus Schülerinnen und Schülern mit Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialempfehlung besteht. „Wir setzen hier nicht auf eine Leistungselite, sondern darauf, dass jeder von dem anderen lernt. Und das funktioniert aus unserer Erfahrung heraus am besten, wenn die Klassen gemischt sind“, so Andreas Hillebrand, der sich über sehr viele neugierige Kinder freute, die durch die Schule streiften. Haben diese wie Jael Schaub bereits ein Geschwisterkind, das die Gesamtschule in Rödinghausen besucht, so können sie sich sicher sein, dass sie hier im kommenden Sommer die neue fünfte Klasse besuchen dürfen. „Rund 15 Prozent unserer Schulkinder kommen aus Niedersachsen. Wenn wir da die Geschwisterkinder nicht nehmen würden, käme es in der Ferienorganisation zu sehr großen Problemen für die Familien“, erklärt der Schulleiter. Erst einmal gehe es aber darum, sich hier in Ruhe umzuschauen, einen Eindruck nicht nur von den Räumlichkeiten, sondern vor allem von dem pädagogischen Konzept zu erhalten. Dafür standen viele Lehrkräfte zur Verfügung, nahmen sich nicht nur im Rundgang Zeit für Eltern und Kinder, sondern führten auch einzelne Informationsgespräche, um auch wirklich auf alle Fragen ausführliche Antworten geben zu können. Jungen und Mädchen, die Naila Czechowske Fragen zu der kleinen Maus stellten, erfuhren auch hier viel Neues. Eines aber wussten die meisten schon vorher. „Angst? Braucht man vor diesen Tieren nun wirklich nicht zu haben“, sagt die Fünftklässlerin immer wieder. Und nimmt so den neugierigen jungen Gästen am Tag der offenen Tür nicht nur die Angst vor dem kleinen, nach Samenkörnern suchenden Säuger, sondern auch den vor einer Schule, die aus der Perspektive eines Viertklässlers erst groß wirkt, dann aber schnell familiär und gut überschaubar ist.