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Entdeckt

Wissenswertes und Aktuelles rund um die Themen Sonne und Energie

Die Sonne? Ist längst nicht mehr der alleinige Energieträger, wenn es um alternative Energiegewinnung geht. Die Alternativen mehren sich. Und mit ihnen die Neuigkeiten rund um das Thema Energie.

Ebbe und Flut
Die Namen lesen sich, als entstammten sie einem Zooführer. Seeschlange und Wellendrache sind aber nur zwei von weit mehr Bezeichnungen von sogenannten Gezeitenkraftwerken, die einen weiteren Vorstoß bei den erneuerbaren Energien begründen. Was über der Erde mit dem Wind klappt, sollte doch unter der Wasseroberfläche auch mit Ebbe und Flut funktionieren – so die Ausgangsüberlegung. Fehlt nur noch die richtige Technik, um die Kraft der Wellen einzufangen. Schon jetzt wird den Gezeitenkraftwerken eine große Zukunft vorausgesagt. Schon jetzt beginnt die Suche nach passenden Standorten, bei denen der Tidenhub mehr als fünf Meter beträgt. Je höher die Differenz zwischen Hoch- und Niedrigwasser, desto größer die Energieausbeute. Rund 100 Buchten gibt es weltweit, die diese Voraussetzung erfüllen. Und wohl schon bald in das Visier von Unternehmen rücken, die sich der regenerativen Energieausbeute widmen. Ebbe und Flut liefern automatisch und immer wiederkehrend ab – ganz ohne Emissionen.

Geförderter Umbau 
Energiesparen einmal ganz anders. Keine Anschaffung eines neuen Heizsystem, keine Umstellung auf einen anderen Energieträger. Sondern einfach nur den Istzustand am eigenen Haus kritisch beobachten. Und dann in einen Sollzustand versetzen, der nun auch bares Geld sparen kann. Denn der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Mittel für die CO2-Gebäudesanierungsprogramme für 2012 freigegeben. Damit stehen dieses Jahr, 2013 und 2014 jährlich 1,5 Milliarden Euro als Förderbeträge bereit.

Für Haussanierer bietet die KfW-Bank mit Hilfe der freigegebenen Bundeszuschüsse zinsverbilligte Kredite und Zuschüsse für Investitionen in energieeffizientes Bauen und Sanieren. Gefördert werden Einzelmaßnahmen ebenso wie Komplettsanierungen und Neubauten, solange ein bestimmter Standard über dem rechtlich vorgeschriebenen Niveau erreicht wird.Rund 40 Prozent der Energie wird in Deutschland durch den Gebäudebereich verbraucht. Zugleich tragen Gebäude zu etwa 30 Prozent zum CO2-Ausstoß bei. Seit 2006 hatten die Förderprogramme nach Ministeriumsangaben die energieeffiziente Sanierung und Errichtung von fast 2,7 Millionen Wohnungen unterstützt und private Investitionen von rund 94 Milliarden Euro angestoßen.

Längst hat die K&W Natural Energy GmbH das Einsparpotential in der Bausanierung erkannt. Und bietet ab sofort ihren Kunden nicht nur modernste Energietechnik an, sondern eine intensive Beratung und natürliche eine Umsetzung, die zweierlei erreicht: das Schonen von Umwelt und Geldbeutel.

Leuchtquirl 
Sie sieht aus wie ein wunderschöner Backquirl, elegant geschwungen, in Farbe und Form erholsam zurückhaltend und dabei noch ein kleines Energiesparwunder. Plumen nennt sich die Glühbirne, die keine ist. Eigentlich auch keine Energiesparlampe, denn sie ist mehr. Ein Designobjekt, schlicht und schön. Dabei erfüllt das Leuchtmittel mit dem ausgefallenen Namen Plumen 001 alle Anforderungen moderner Energietechnik. Sie spart bis zu 80 Prozent der Energie gegenüber einer herkömmlichen Glühbirne vergleichbarer Leistung. Und hält rund acht Mal so lange wie das Auslaufmodell Glühbirne. Doch weit mehr als die technischen Daten überzeugt das Design. Hier braucht es keinen schicken Lampenschirm, schade wäre es, verschwände Plumen in einer ausladenden Lampe. Nackt schaut sie am besten aus. Einfach so, von der Decke hängend – im leuchtenden wie im ausgeschaltetem Zustand. Was ausgefallen aussieht, ist in der Technik Standard, damit es in jede Fassung passt. Und ebenso einfach zusammengefasst: Standard-Schraubsockel E27, Energieeffizienzklasse A, Leuchtkraft: 680 Lumen, Lichtfarbe: 2700K, Lichtleistung: 11 Watt (Entspricht einer 56-Watt-Glühbirne), Maße: 100 x 192 mm, Quecksilberanteil < 5 mg

Abgehoben 
Versuch eins ist mit dem Cargo-Lifter noch fehlgeschlagen, Versuch zwei scheint da schon vielversprechender. Denn die Ziele, die mit dem Solar Ship erreicht werden sollen, sind kleine. Das Solar-Luftschiff soll vergleichsweise leichte Lasten in schwer zu erreichende Regionen mit schlechter Infrastruktur bringen – Afrika erscheint hier als idealer Einsatzort. Der Jungfernflug ist bereits absolviert, jetzt wird weiter getestet, ehe die kanadischen Ingenieure grünes Licht für die ersten Flüge ohne Testcharakter geben können. Drei dieser solarbetriebenen Luftschiffe sind bereits konstruiert und gebaut, die nun ausgiebig getestet werden. Zwischen einer und 30 Tonnen sollen die Solar Ships von A nach B durch die Luft transportieren können. Allen drei Modellen gemeinsam sind die V-förmigen Flügel, unter denen eine Kabine hängt. Links und rechts von der Kabine sind zwei Leitwerke unter den Tragflächen montiert, mit denen das Gefährt gesteuert wird. Die Luftschrauben der Neulinge werden mit Elektromotoren ausgestattet sein, die von auf der Oberseite der Tragflächen angebrachten Solarzellen gespeist werden. Auch ohne Sonne soll genügend Strom für den Antrieb eines oder zweier Propeller erzeugt werden.

Vorteil dieser Technik ist es, dass das Solar Ship nur eine kleine Landebahn benötigt, die kürzer sein kann als die eines herkömmlichen Buschflugzeugs.

DVD „Solartaxi – Um die Welt mit der Kraft der Sonne“ 
Es geht also doch. Null Emissionen, pure Fahrfreude, einmal um den gesamten Globus. Wovon viele noch träumen, hat der Schweizer Louis Palmer längst realisiert. Im Juli 2007 startete er in Luzern zu einer Weltreise im Zeichen des Klimawandels. Am Ende seiner 18-monatigen Reise hatte er 53.000 km zurück­gelegt – und keinen einzigen Cent für emittierende Antriebsstoffe ausgegeben. Für diese Reise wurde Palmer 2011 von der UNO in New York mit dem Umweltpreis „Champion of the Earth“ in der Sparte ‚Inspiration und Aktion‘ geehrt. Um die Mission Palmers für jeden anschaulich zu machen und größtmögliche Aufmerksamkeit zu erzeugen, wurde am 500 kg leichten Solartaxi ein Anhänger angebracht, der mit sechs Quadratmetern Solarzellen bestückt war, die für eine Strecke von 100 km pro Tag ausreichen. Auf dieser Distanz verbraucht das Fahrzeug mit seinen 20 PS circa 8 kWh, was einem Benzinverbrauch von 0,8 l auf 100 km entspricht. Wie es sich gehört, kommt auch die Verpackung der DVD umweltfreundlich daher. Sie ist komplett erdölfrei und verfügt über eine Folie, die durch Licht- und Temperatureinfluss vollständig oxidiert. Nicht zuletzt die Druckfarbe auf Sojabasis macht die DVD zu einem konsequent ökologischen Produkt, ganz im Sinne der Mission Louis Palmers.